An einem der Tage, die wir so mehr oder weniger produktiv im Internet verbracht hatten, hatte ich auf gut Glück wohl eine Bewerbung an einen gewissen Marcus geschickt. Am Montag, als ich meine Emails checkte, hatte ich von diesem eine E-Mail in meinem Postfach, in der er schrieb, dass er meinen Lebenslauf vielversprechend fand und mich an diesem Nachmittag anrufen würde. Diese E-Mail las ich jedoch erst, als er bereits angerufen hatte, und ich konnte am Telefon leider kein einziges Wort verstehen, weil es um mich herum laut war und - wie sich später herausstellte - sein australischer Akzent mich jedes Mal aufs Neue dazu bringen würde, meine Englischkenntnisse infrage zu stellen. Das Einzige was ich verstehen konnte, war, dass er später noch einmal anrufen würde...
Wir bekamen an diesem Tag zwei neue Zimmergenossen, ein Pärchen namens Stefanie und Stefan, mit denen wir uns auf Anhieb gut verstanden, und verbrachten den Abend mal wieder im Woolshed, und zwar mit einem Typen namens Matze, den Ole kennengelernt hatte, da dieser im Internetcafe arbeitete, wo wir jeden Tag vorbeischauten. Matze war nun fast schon zwei volle Jahre in Australien und meine einzigen Worte, die mir zu ihm einfallen, sind einzigartig, etwas seltsam und unnormal gechillt. Dieser Typ schien das australische Motto "no worries" wirklich 1 zu 1 übernommen und zu seinen Lebensstil völlig danach ausgerichtet zu haben. Diesen Typen muss man einfach erlebt haben, um zu verstehen, was ich meine.
Am nächsten Tag standen wir so früh auf wie noch nie, um zu Happy Travels, einer Agentur zu gehen, die Backpackern Jobs vermittelt. Wir gingen also zu der Infoveranstaltung, bei der sie uns sagten, sie könnten uns einen Job vermitteln, wenn wir online unsere Lebensläufe an sie schickten. Sobald wir ein Jobangebot von ihnen hätten, müssten wir, wenn wir dieses annehmen, etwas über 100 Dollar für die Vermittlung zahlen, und könnten dann den Job antreten. Hörte sich fair an, zu mal wir so einiges Gutes über die Agentur gehört hatten. Wir machten uns dann noch einmal auf den Weg, um CVs (Lebensläufe) zu verteilen, riefen einige Working Hostels an und fragten nach Arbeit, und liefen bei Agenturen in Cairns vorbei, die angeblich Jobs vermitteln. Allerdings wurden wir von jeder abgewimmelt mit den Worten, dass sie nicht auf Backpacker spezialisiert sind...
Ich bekam einen weiteren Anruf von Marcus, und dieses Mal verstand ich sogar etwas mehr. Nachdem ich nach einem weiteren Job für Ole gefragt hatte und Marcus mir erklärt hatte, er habe nur eine Position offen und wenn ich die richtige Person für den Job wäre, würden sie sich gut um mich kümmern, bat ich ihn um ein paar Tage Wartezeit.
Danach machten wir uns nochmal auf den Weg zur Lagune und begegneten dabei zufällig Matze, der sich entschloss, mit uns zu kommen. Nach unserem abendlichen Essen im Woolshed gingen wir noch ein bisschen ans Wasser mit Steffi und Stefan, sahen Pelikane in freier Wildbahn und ein paar seltsame Fische im Wasser am Hafen, die Ole nachher googelte und sich herausstellte, dass einer von diesen hochgiftig war...
Wir bekamen an diesem Tag zwei neue Zimmergenossen, ein Pärchen namens Stefanie und Stefan, mit denen wir uns auf Anhieb gut verstanden, und verbrachten den Abend mal wieder im Woolshed, und zwar mit einem Typen namens Matze, den Ole kennengelernt hatte, da dieser im Internetcafe arbeitete, wo wir jeden Tag vorbeischauten. Matze war nun fast schon zwei volle Jahre in Australien und meine einzigen Worte, die mir zu ihm einfallen, sind einzigartig, etwas seltsam und unnormal gechillt. Dieser Typ schien das australische Motto "no worries" wirklich 1 zu 1 übernommen und zu seinen Lebensstil völlig danach ausgerichtet zu haben. Diesen Typen muss man einfach erlebt haben, um zu verstehen, was ich meine.
Am nächsten Tag standen wir so früh auf wie noch nie, um zu Happy Travels, einer Agentur zu gehen, die Backpackern Jobs vermittelt. Wir gingen also zu der Infoveranstaltung, bei der sie uns sagten, sie könnten uns einen Job vermitteln, wenn wir online unsere Lebensläufe an sie schickten. Sobald wir ein Jobangebot von ihnen hätten, müssten wir, wenn wir dieses annehmen, etwas über 100 Dollar für die Vermittlung zahlen, und könnten dann den Job antreten. Hörte sich fair an, zu mal wir so einiges Gutes über die Agentur gehört hatten. Wir machten uns dann noch einmal auf den Weg, um CVs (Lebensläufe) zu verteilen, riefen einige Working Hostels an und fragten nach Arbeit, und liefen bei Agenturen in Cairns vorbei, die angeblich Jobs vermitteln. Allerdings wurden wir von jeder abgewimmelt mit den Worten, dass sie nicht auf Backpacker spezialisiert sind...
Ich bekam einen weiteren Anruf von Marcus, und dieses Mal verstand ich sogar etwas mehr. Nachdem ich nach einem weiteren Job für Ole gefragt hatte und Marcus mir erklärt hatte, er habe nur eine Position offen und wenn ich die richtige Person für den Job wäre, würden sie sich gut um mich kümmern, bat ich ihn um ein paar Tage Wartezeit.
Danach machten wir uns nochmal auf den Weg zur Lagune und begegneten dabei zufällig Matze, der sich entschloss, mit uns zu kommen. Nach unserem abendlichen Essen im Woolshed gingen wir noch ein bisschen ans Wasser mit Steffi und Stefan, sahen Pelikane in freier Wildbahn und ein paar seltsame Fische im Wasser am Hafen, die Ole nachher googelte und sich herausstellte, dass einer von diesen hochgiftig war...
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| Ole und Steffi beim Ananasessen :) |
Außerdem fanden wir endlich heraus, welche seltsamen Tiere denn immer lauthals kreischend in den Bäumen saßen (in der Nähe des Hostels, vorm Internetcafe, etc.): Bei unserem nächtlichen Spaziergang flogen plötzlich hunderte von bunten Vögeln über unsere Köpfe hinweg, durch die Straßen, und ließen sich auf verschiedenen Bäumen nieder, nur um kurz darauf wieder weiter zu fliegen.
Wir lernten im Hostel zwei (blonde) Schweden kennen, Robin und Christoffer, die uns beizubringen versuchen, wie man auf schwedische Art Karten mischt (nämlich auf die coole Art, nicht Kindergarten-Mischen), und mit denen wir ein paar nette Abende mit Goon trinken und Kartenspielen verbrachten (danach konnten wir etwa 7 verschiedene Spiele, die uns auf unserer Reise hoffentlich noch gegen die ein oder andere Langeweilephase helfen werden), mit denen wir am Donnerstag im Woolshed Party machten und mit denen wir ebenfalls etwas Zeit an der Lagune verbrachten.

Larissa, Robin und Christoffer (von hinten) und unser neuer bester Freund, Goon...
Wir lernten im Hostel zwei (blonde) Schweden kennen, Robin und Christoffer, die uns beizubringen versuchen, wie man auf schwedische Art Karten mischt (nämlich auf die coole Art, nicht Kindergarten-Mischen), und mit denen wir ein paar nette Abende mit Goon trinken und Kartenspielen verbrachten (danach konnten wir etwa 7 verschiedene Spiele, die uns auf unserer Reise hoffentlich noch gegen die ein oder andere Langeweilephase helfen werden), mit denen wir am Donnerstag im Woolshed Party machten und mit denen wir ebenfalls etwas Zeit an der Lagune verbrachten.

Larissa, Robin und Christoffer (von hinten) und unser neuer bester Freund, Goon...
Ich musste mir zuweilen überlegen, ob ich Ole zurücklassen und den Job
annehmen wollte, oder ob ich bei ihm bleiben und weiterhin einen Job mit
ihm gemeinsam suchen wollte. Ich hatte allerdings ein sehr gutes Gefühl
bei dem Job, da es sich so anhörte, als ob es bei dem Job nicht nur um
die Arbeit ginge, sondern auch um mich als Person. Und ich wusste, würde
ich mich entscheiden, alleine dort hinzugehen, würde ich mich
wahrscheinlich stärker weiterentwickeln, als wenn ich mit Ole
weiterreisen würde, da ich quasi auf mich allein gestellt sein würde.
Wir besprachen die Angelegenheit miteinander und entschieden, dass ich
den Job auschlagen würde, wenn wir bis Freitag einen gemeinsamen Job
gefunden hätten. Das passierte allerdings nicht und so entschloss mich
schließlich, den Job anzunehmen, und teilte Marcus am Freitag meine
Entscheidung mit. Er stellte dann noch am Telefon klar, dass wenn ich
jemand sei, der den ganzen Tag alleine Zeit auf seinem Zimmer verbringt,
ich wahrscheinlich nicht die richtige Person für diesen Job sei. Wer
mich kennt, weiß, dass mich das hätte abschrecken sollen, weil ich genau
das gerne tue, aber ich sah es eigentlich mehr als eine
Herausforderung, denn ich wollte diesen Job.
Am Samstag konsumierten wir dann mal wieder ein wenig Alkohol und lernten so ein paar andere aus dem Hostel kennen. Viel anderes hatten wir nun mal einfach nicht zu tun... ;) Nachdem die Küche wie immer um 22 Uhr geschlossen wurde, gingen wir noch alles auf das Hostelzimmer eines Typen namens Jasper und saßen dort alle zusammengequetscht auf den Matrazen auf dem Boden. Einer der Typen machte mir mehrmals vor versammelter Mannschaft das Angebot, ich könnte mich ja an ihn anlehnen, da ich etwas zusammengequetscht mit Robin saß, der an mir lehnte, aber bei ihm hatte ich kein Problem damit, da wir uns ja schon etwas besser kannten. Da dachte ich mir auch nur so, ja, ich werde jetzt bestimmt vor versammelter Mannschaft sagen "Klar möchte ich mich bei dir anlehnen, ich kenne dich zwar überhaupt nicht und finde dich unsympathisch und bin auch nicht betrunken, aber gerne, danke für das freundliche Angebot!" :D Aber nein, sowas sagt man ja nicht, also wurde er einfach höflich und mit einem "nein danke, ist schon gut so" ignoriert.
An meinem letzten Abend in Cairns saßen wir wie immer in der Küche, spielten Karten und gingen dann noch eine Weile mit aufs Zimmer der Schweden, wo wir einen Asiaten kennenlernten, der uns seine unheimlich tollen Fotos zeigte (zwar mit einer 2000€ teuren Kamera geschossen, aber egal, für wie gut du dich hälst, es gibt ja immer einen Asiaten da draußen, der besser ist als du xD) und ich packte zwischendurch noch meine Koffer, äh, sorry, mein Backpack meine ich natürlich...

(so trinkt man in Australien...)

Ole, wie er auf der Australienflagge des Asiaten unterschreibt :)
Am nächsten Tag hieß es dann früh aufstehen und Ole brachte mich zur Bushaltestelle, die wir zum Glück (und nach einigem Suchen) auch fanden. Und dann hieß es Abschied nehmen, was mir persönlich schon schwer fiel, denn wir waren nun beide auf uns allein gestellt, und ich hatte überhaupt keine Ahnung, was mich in Mount Garnet erwarten würde.
Dieser Morgen markierte also quasi den Auftakt zu meinem ersten eigenen Abenteuer in Australien...
Am Samstag konsumierten wir dann mal wieder ein wenig Alkohol und lernten so ein paar andere aus dem Hostel kennen. Viel anderes hatten wir nun mal einfach nicht zu tun... ;) Nachdem die Küche wie immer um 22 Uhr geschlossen wurde, gingen wir noch alles auf das Hostelzimmer eines Typen namens Jasper und saßen dort alle zusammengequetscht auf den Matrazen auf dem Boden. Einer der Typen machte mir mehrmals vor versammelter Mannschaft das Angebot, ich könnte mich ja an ihn anlehnen, da ich etwas zusammengequetscht mit Robin saß, der an mir lehnte, aber bei ihm hatte ich kein Problem damit, da wir uns ja schon etwas besser kannten. Da dachte ich mir auch nur so, ja, ich werde jetzt bestimmt vor versammelter Mannschaft sagen "Klar möchte ich mich bei dir anlehnen, ich kenne dich zwar überhaupt nicht und finde dich unsympathisch und bin auch nicht betrunken, aber gerne, danke für das freundliche Angebot!" :D Aber nein, sowas sagt man ja nicht, also wurde er einfach höflich und mit einem "nein danke, ist schon gut so" ignoriert.
An meinem letzten Abend in Cairns saßen wir wie immer in der Küche, spielten Karten und gingen dann noch eine Weile mit aufs Zimmer der Schweden, wo wir einen Asiaten kennenlernten, der uns seine unheimlich tollen Fotos zeigte (zwar mit einer 2000€ teuren Kamera geschossen, aber egal, für wie gut du dich hälst, es gibt ja immer einen Asiaten da draußen, der besser ist als du xD) und ich packte zwischendurch noch meine Koffer, äh, sorry, mein Backpack meine ich natürlich...

(so trinkt man in Australien...)

Ole, wie er auf der Australienflagge des Asiaten unterschreibt :)
Am nächsten Tag hieß es dann früh aufstehen und Ole brachte mich zur Bushaltestelle, die wir zum Glück (und nach einigem Suchen) auch fanden. Und dann hieß es Abschied nehmen, was mir persönlich schon schwer fiel, denn wir waren nun beide auf uns allein gestellt, und ich hatte überhaupt keine Ahnung, was mich in Mount Garnet erwarten würde.
Dieser Morgen markierte also quasi den Auftakt zu meinem ersten eigenen Abenteuer in Australien...


